Peter Pues im Interview über seinen FCE

Hallo Peter, du wirst jetzt nach 9 Jahren deinen Posten im Vorstand des FC Eintracht Rheine räumen. Was hat dich zu dieser Entscheidung bewegt?

Neun Jahre habe ich den Posten als Jugendvorsitzenden innegehabt. Dazu kommen aber noch eine vorherige Tätigkeiten als Trainer und Jugendgeschäftsführer seit dem Jahr 2000. Macht nun 17 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit in der Jugendarbeit mit sehr vielen Höhen und Tiefen. Eine lange Zeit die einen gerade in den letzten Jahren sehr in Anspruch genommen hat. Ich glaube da ist die eine oder andere Sache zu Hause deutlich zu kurz gekommen. Hier gilt es jetzt ein wenig nach zuarbeiten.

Du hast in den Jahren viele Vorstände kommen und gehen sehen. Was ist deiner Ansicht nach der Reiz an der ehrenamtlichen Arbeit und was gibt es für Schwierigkeiten bzw. Hindernisse?

In der Tat, insgesamt durfte ich mit drei Vorsitzenden in meinen 9 Jahren zusammen arbeiten. Hier gab es immer wieder verschiedene Schwerpunkte die gesetzt wurden. Hier galt es immer wieder die Interessen der Jugendarbeit insgesamt zu verdeutlichen. Wobei ich bis heute einschließlich sagen muss, dass der Verein immer auf die Jugendförderung gesetzt hat und wir hier auch, wo immer möglich, viele Freiheiten hatten. Der Reiz ergibt sich durch die Jugendarbeit selber, in einem Team Jugendvorstand erfolgreich  zusammenarbeiten, mit vielen Trainern und Betreuern dafür sorgen, dass sich Kinder und Jugendliche im Sport weiter entwickeln und möglichst noch deren soziale Kompetenz zu fördern. Natürlich lagen auf diesem Wege auch einige Stolpersteine, die aber dann durch vielerlei Engagement im wahrsten Sinne des Wortes meistens zur Seite geräumt werden konnten.

Der FC Eintracht Rheine ist ein großer Fußballverein mit Tradition. Was macht den Club aus und wie würdest du die DNA des Vereins beschreiben?

Das ist wohl wahr. Unser heutiger Verein kann auf über 100 Jahre Geschichte zurück blicken. Der letzte Abschnitt dieser Zeitrechnung besteht seit 1994 mit der letzten angestrebten Fusion. Persönlich hatte ich immer den Eindruck, dass diese Verschmelzung der zwei Vereine lange Zeit gebraucht hat um die heute erkennbaren positiven Aspekte hervorzubringen. Dazu kommt der immer kritische Rheinenser der als Fan schnell von einer positiven Einstellung zum Kritiker werden kann. Aber all dieses hat der Verein in den letzten Jahren recht gut überstanden. Somit glaube ich, dass immer mehr Grundlagen im Verein geschaffen wurden und dieser heute entsprechend von einer „guten DNA“ getragen wird.

Deine Amtszeit ist von dem großen Thema „Entschuldung“ geprägt. Wie hast du die Umstände erlebt und was war für dich das schwierigste daran.

9 lange Jahre wo zu 80 Prozent das liebe Geld im Vordergrund der Vorstandssitzungen stand. Das war schon recht anstrengend und oft zermürbend. Manchmal fehlte entsprechend die Zeit auch mal wieder ein wenig mehr konzeptionell zu arbeiten. Natürlich haben wir im Jugendbereich diesen Weg der Entschuldung mitgetragen, was natürlich in der Umsetzung von Projekten nicht immer einfach war. Hier durften wir aber immer der Unterstützung des Jugendfördervereins gewiss sein, der hier immer wieder für Entlastung sorgte. Wenn dann am Ende die schwarze Null steht und zukünftige Ziele definiert sind, hat der Verein glaube ich alles richtig gemacht.

Deine Nachfolger übernehmen eine gut aufgestellte Jugendabteilung. Was möchtest du Carsten, Thomas und Markus mit auf den Weg geben?

Macht es für die vielen Kinder im Verein, findet immer den passenden Weg sowohl für den Leistungsbereich, aber habt auch immer den Breitensport fest im Blick!

Zu guter Letzt bleibt noch die Frage: Wo und wann sehen wir dich wieder im Ehrenamt? 😉

„Schaun mer mal, dann sehn mer scho“   😉

2017-11-09T09:39:23+00:00 9. November 2017|Allgemein|

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