U15 steigt in die Landesliaga auf

Das Beste kommt zum Schluss  

Noch vor wenigen Monaten hatte es kaum jemand für möglich gehalten, nun ist es Realität geworden. Die U15 Junioren des FC Eintracht Rheine marschieren durch die Relegation und steigen völlig zu Recht in die Landesliga auf.

Hatte man sich ja durch den Auftaktsieg gegen den TBV Lemgo in eine gute Ausgangssituation gebracht, galt es diese am letzten Samstag zu nutzen.

Mit Mann und Maus machte sich also das Team um Cheftrainer Clemens August Gude bei herrlichstem Sommerwetter und mit blendender Laune vom Uhlenhook in Richtung Delbrück auf. Durch eine fehlende Klimaanlage im Bus war man denn auch vor Ort im Stadion Laumeskamp gleich auf „ Betriebstemperatur.“ Immerhin galt es doch vor Ort bei sengender Mittagshitze das Spiel auf Kunstrasen auszutragen. Anstoß um 13 Uhr auf Wunssch des Heimvereins, der offenbar davon ausgegangen war, sich dadurch einen Vorteil zu verschaffen, nicht auf dem mit bestem Naturrasen ausgestattetem Hauptplatz ins Spiel zu gehen.

Wir wußten im Vorfeld, dass in Relegationsspielen schon einmal die Trickkiste geöffnet wird. Deshalb waren wir auch auf Kunstrasen eingestellt „ ließ sich Trainer Gude schon vor dem Spiel entlocken, ehe er sich mit seinem Trainerteam Zerche und Nieweler zur Abschlussbesprechung vor Ort zurückzog.

 

Dann gings endlich los. Beide Trainer konnten fast ausnahmslos auf ihr Stammpersonal zurückgreifen und für das entscheidende Spiel war den auch auf Wunsch des Gastvereins ein Schiedsrichtergespann angefordert worden, um strittige Entscheidungen mit aufkommender Hektik gleich im Keim zu ersticken. Hatten die Eintrachtler noch vor Wochenfrist den Gegner aus Delbrück beobachtet, konnte Trainer Gude selbstredend seine Mannschaft insbesondere auf den herausragenden Stürmer Samuel Owusu hinweisen.

Das dieses auch nötig war, zeigte dieser bereits in den ersten Minuten. Ausgestattet mit unglaublicher Geschwindigkeit und Athletik mußte FCE Abwehrchef Brodner schon seine ganze Klasse zeigen, um nicht in Rückstand zu geraten. Die Delbrücker konnten nur bei einem Sieg noch aufsteigen, und mit der entsprechenden Körpersprache gingen sie auch auf den Platz. So entwickelte sich in den ersten Minuten ein Spiel Richtung Tor des FCE und ein ums andere Mal hörte man ein Raunen aus dem Munde der mitgereisten Anhänger.

Dann schlug die Stunde des Tim Greve. Ebenfalls ausgestattet mit viel Tempo setzt er sich auf rechts gekonnt durch und vollendete in seiner typischen Art mit Vollspann unten links.

0 :1 und ein klares Signal aus Rheine, dass mit dem Gude-Team zu rechen ist. Was in den letzen Monaten häufig als probates Mittel eingesetzt wurde, sollte auch heute herhalten.

Anlaufen erst Mitte der gegnerischen Hälfte und dann gezielt Nadelstiche setzen, „ so die Vorgabe des Trainers. Dass dieses Mittel aber bereits beim ersten ordentlichen Konter der Gäste greifen würde, sollte sich an diesem Tage als Glücksfall erweisen. Was folgte waren wütende Angriffe auf das FCE Gehäuse ,doch Torhüter Luca Böggemann parierte jeweils glänzend.

Dann schlug die Stunde des Hannes Brodner. Nach einer Freistoßhereingabe von halbrechts vollendete er mit dem rechten Fuß und nach gespielten elf Minuten stand es 0:2.

Ein trügerisches Ergebnis, denn immerhin war noch fast eine Stunde zu spielen und die Jungs aus dem Uhlenhook verfielen in den Sommerfußballmodus. So war es denn auch nicht verwunderlich , dass die Delbrücker noch vor der Pause nach kompletter Nachlässigkeit im Mittelfeld des FCE auf 1:2 verkürzten.

Trainer Gude mußte also in der Halbzeit die richtigen Worte finden und vor allem taktisch ein wenig umstellen. Er nahm Tim Baumbach aus dem Zentrum und brachte Leander Dreising als zweiten Innenverteidiger. Gleichzeitig schob er Frieder Nieweler ins offensive Mittelfeld.

Insbesondere diese Maßnahme sollte bereits nach wenigen Minuten in der zweiten Hälfte greifen. Nieweler setzte sich auf links gegen 3 Gegner energisch durch, passte in die Mitte und erneut war es Tim Greve, der zum 1:3 einnetzte. Wieder einmal hatte Gude also ein Näschen bei seinen taktischen Umstellungen gezeigt. Manchmal hatte man im Laufe der Saison das Gefühl „ er kann aus Apfelkuchen Sahnetorte machen „ , so Co-Trainer Nieweler nach dem Spiel. Was folgte waren 20 aus rheinenser Sicht stark geführte Schlussminuten. Die Zweikämpfe wurden trotz gefühlter 50 Grad auf dem Platz angenommen und auch ein weiteres Gegentor in der 61 Minute konnte das Spiel nicht mehr kippen.

Bei Abpfiff war der Jubel grenzenlos und auch die Trainer blieben von der obligatorischen Sektdusche nicht verschont.

Wir sind heute auf den erwartet schweren Gegner getroffen und haben unsere Aufgabe souverän und sehr konzentriert erledigt. Bei den vorherrschenden Bedingungen und auf Kunstrasen keine einfache Aufgabe. An dieser Stelle möchte ich meiner Mannschaft, dem kompletten Trainerteam ,den Eltern und unserer sportlichen Leitung ein großes Kompliment aussprechen. Wir sind heute natürlich überglücklich über den Aufstieg. Noch schwerem Saisonbeginn mit einer 0:4 Niederlage in Hiltrup haben sich die Jungs in die Saison gekämpft und insbesondere in der Rückrunde trotz vieler verletzungsbedingter Hürden herausragendes geleistet. Jetzt wollen wir es richtige krachen lassen und nach der Abschlussfahrt am nächsten Wochenende nach Berlin in die verdiente Sommerpause gehen“, so Gude nach dem Schlusspfiff.

Was folgte war ein spontan organisiertes Grill- und Aufstiegsfest am Uhlenhook und man munkelt, dass das Trainerteam Gude, Zerche und Nieweler noch immer feiert.

 

Nur Karlo wurde in Delbrück „nassgemacht“

 

 

 

 

 

 

 

2018-07-02T10:43:56+00:00 30. Juni 2018|C-Jugend|

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